Schritt 1: Stabilisierung mit anteriorem Spacer und posteriorer Instrumentation entsprechend den mechanischen Anforderungen. Vorteil: gute Visualisierung potentieller Rezidive.
Schritt 2: Addition eines autologen Knochengrafts bei Langzeit-Überlebenden ohne Rezidiv für langfristige Stabilität.
Erfolgreiche radikale Tumorresektion erfordert
- Stabile primäre Instrumentation (anteriorer Support, posteriore Instrumentation — Scher- und Rotationskräfte beachten)
- Akribische OP-Planung (Thorax-/Gefäßchirurg, gestaffelte Eingriffe)
- Antizipation: Narbengewebe, Strahlentherapie-Adhäsionen, osteoporotischer Knochen (Stress-Shielding), ausgedehnte Knochendefekte
- Gründliches präoperatives Workup (inklusive interventioneller Radiologie)
- Erfahrene Anästhesie und Intensivstation
Radikale Resektion von Wirbelsäulentumoren ist mit langer OP-Dauer, massivem Blutverlust, hoher Komplikations-/Revisionsrate und langem Krankenhausaufenthalt assoziiert — aber nicht mit perioperativer Mortalität. Sie erfordert ein Zentrum mit solider Erfahrung in Tumorchirurgie und Komplikationsmanagement.